So wird die Kaffeekanne wirklich sauber

Früher Morgen, irgendwo in Deutschland. Eigentlich wollen Sie nur in Ruhe den ersten Kaffee des Tages genießen – und verziehen beim ersten Schluck angeekelt das Gesicht. Der Grund dafür? Die Kanne, in der Sie Ihren Kaffee gekocht oder transportiert haben. Mit jedem Kaffee sammelt sich an deren Boden eine kleine Menge an Schwebestoffen an. Nach und nach entstehen daraus Ablagerungen, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch den Geschmack der eingefüllten Getränke unangehm beeinflussen: Plötzlich schmeckt der Kaffee viel zu bitter, irgendwie verbrannt oder gar abgestanden.

Wer den Ablagerungen nun den Krieg erklärt, stellt schnell fest, dass sie sich zumeist nur mit einigem Aufwand entfernen lassen. Durch den schmalen Hals der Kanne passt nur die Flaschenbürste, die jedoch Gefahr läuft, bei allzu heftigem Schrubben Glas oder Metall im Inneren der Kanne zu zerkratzen. Eine Bürste mit Schwammkopf ist da deutlich schonender, doch lässt sich der Schmutz damit nur mühsam entfernen – wenn Sie ihn nicht vorher abgelöst haben.

Und dafür gibt es glücklicherweise diverse Hausmittel, sodass die Kanne im Handumdrehen wieder funkelt.

Drei Hausmittel für eine blitzblanke Kaffeekanne

Das vermutlich beliebteste Putzmittel aus dem Küchenschrank ist Backpulver oder Natron, da dieses leichte und auch etwas länger angesammelte Ablagerungen problemlos ablöst: Schütten Sie hierfür einfach ein Tütchen Backpulver bzw. Natron in die Kanne, füllen Sie diese dann mit Wasser auf und lassen Sie das Ganze ein paar Stunden einweichen. Anschließend sollten sich die Ablagerungen so weit gelöst haben, dass Sie sie mit heißem Wasser auspülen können. Erweist sich der Schmutz als etwas anhänglicher, können Sie direkt auf das Backpulver auch einen Schuss Essig geben – nicht erschrecken, wenn es zischt und blubbert: das ist ganz normal! – und erst dann mit Wasser aufgießen.

Die Reinigung mit Zitronensaft und Salz eignet sich indes zwar nur für das Entfernen leichter Verschmutzungen, doch nach einer halben Stunde ist die Kanne damit wieder bereit für den nächsten Kaffee. Geben Sie 2-3 TL Speisesalz und genausoviel Zitronensaft (ob frisch oder aus der Flasche ist dabei egal) in die Kanne und füllen Sie diese anschließend zu 2/3 mit kochendem Wasser auf. Haben Sie es mit einer Thermoskanne zu tun, die Sie dicht verschließen können, dann können Sie diese nun ca. 3 Minuten lang kräftig schütteln, um die Mischung zu verteilen. Reinigen Sie hingegen eine Kanne aus Glas oder Porzellan, bei deren Handhabung ein wenig mehr Vorsicht angebacht ist, rühren Sie einfach ca. 3 Minuten lang kräftig in der Mischung. Anschließend füllen Sie die Kanne vollends mit heißem Wasser auf und lassen sie noch 30 Minuten stehen, ehe Sie sie ausspülen.

Gegen besonders starke Ablagerungen können Sie außerdem Geschirrspül- oder auch Gebissreinigungstabseinsetzen. Schon ein halber Tab, aufgelöst in Wasser, kann über Nacht die Kanne zum Funkeln bringen. Wichtig ist dabei allerdings, dass Sie darauf achten, möglichst geschmacksneutrale Tabs zu wählen – oder eben ausreichend nachspülen. Denn Kaffee, der nach Pfefferminz und Zitrone schmeckt, ist schließlich nicht jedermanns Sache …

 

Darum braucht auch die Kaffeemaschine hin und wieder eine gründliche Reinigung

Kein Zweifel: Kaffee schmeckt einfach besser, wenn er aus einer sauberen Kanne kommt. Aber nicht nur die Kanne, auch die Kaffeemaschine selbst kann Quelle unerwünschter Geschmacksnuancen und sogar unangenehmer Gerüche sein, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt wird. Von Kalk- und Kaffeeablagerungen bis hin zu – und nein, das ist nicht besonders appetitlich aber eben Fakt – Schimmel, Bakterien und sogar Algen kann sich von Wassertank bis Bohnenbehälter so einiges ansammeln, das wirklich niemand mit dem Morgenkaffee zu sich nehmen möchte. Je komplexer der Automat, desto häufiger sollte er daher auch gründlich gereinigt werden. Im schlimmstenfall können sogar Defekte durch die Verschmutzung auftreteten, sodass Sie einen Reparaturdienst für die Kaffeemaschinen Reparatur beauftragen müssten. Durch die regelmäßige Reinigung kann dem vorgebeugt werden. Da aber insbesondere Vollautomaten nicht nur viele Winkel besitzen, in denen sich Schmutz ansammeln kann, sondern auch über einige empfindliche Komponenten verfügen, sollten Sie die Reinigung der Kaffeemaschine im Zweifel von Experten durchführen lassen – damit nach dem Putzen keine Reparatur notwendig wird.